Leukozyten zu niedrig

Zu wenig Leukozyten im Blut können einen Hinweis auf verschiedene Krankheiten geben. Ist die Konzentration der Leukozyten zu niedrig können:

 

  • Knochenmarkserkrankungen, wie zum Beispiel Knochenmarkskrebs
  • Viruserkrankungen
  • einige wenige bakterielle Erkrankungen, wie Typhus und Brucellose
  • eine Überfunktion der Milz
  • Folgen einer Chemotherapie durch Bestrahlung oder Antikrebs-Medikamente
  • oder Leukämie

 

dafür verantwortlich sein. Stellt der Arzt zu wenig Leukozyten im Blut fest, ist es wichtig den Auslöser zu diagnostizieren und eine entsprechende Behandlung vorzunehmen.

 

Wie werden die Leukozyten im Blutbild bestimmt?

Um die Konzentration der Leukozyten zu bestimmen, wird ein sogenanntes Differenzialblutbild im Labor erstellt. Dabei wird sowohl die Anzahl aller im Blut vorhandenen Leukozyten, als auch die Anzahl der einzelnen Untergruppen von Leukozyten bestimmt. Die so ermittelten Werte können Hinweise auf bestimmte Erkrankungen geben. Dabei kann der Wert der Leukozyten im Blut sowohl zu hoch sein, als auch die Anzahl der Leukozyten zu niedrig sein.

 

Allgemeine Informationen zu Leukozyten

Leukozyten (weiße Blutkörperchen) sind ein Bestandteil des Blutes. Gebildet werden die Leukozyten in der Thymusdrüse im Knochenmark. Durch den Lymph- und Blutstrom gelangen sie in den gesamten Körper um ihre Hauptaufgabe, Krankheitserreger abzuwehren nachzugehen und so den Körper vor Infektionen zu schützen. Über ein Blutbild wird die Anzahl der Leukozyten im Blut bestimmt. Ist die Anzahl der Leukozyten zu niedrig oder auch zu hoch, kann dies dem behandelnden Arzt wichtige Hinweise auf vorliegende Krankheiten geben und so eine Diagnose und Therapie erleichtern.

 

Verschiedene Untergruppen von Leukozyten

Weiße Blutkörperchen spielen eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung von Krankheitserregern. Insgesamt werden Leukozyten in fünf Untergruppen unterteilt:

 

  • Neutrophile Granulozyten
  • Eosinophile Granulozyten
  • Basophile Granulozyten
  • Monozyten
  • Lymphozyten

 

Neutrophile Granulozyten dienen der Abwehr von Infektionen mit Bakterien und Pilzen. Sie sind auch an Entzündungsreaktionen beteiligt. Die Eosinophilen Granulozyten wehren Parasiten, wie zum Beispiel Würmer ab. Außerdem sind sie an Überempfindlichkeitsreaktionen, beispielsweise Allergien beteiligt. Auch die Basophilen Granulozyten sind an bestimmten allergischen Reaktionen, wie zum Beispiel Asthma oder Nesselsucht, beteiligt. Monozyten wandern vom Blut aus in das Gewebe und wandeln sich dort in sogenannte „Fresszellen“ um, die Bakterien vernichten können. Die Lymphozyten werden in zwei Untergruppen unterteilt, die B-Lymphozyten und die T-Lymphozyten. B-Lymphozyten bilden Antikörper für die Immunabwehr. Die T-Lymphozyten bilden keine Antikörper, stattdessen treten sie in direkten Kontakt mit virusbefallenen Zellen.